Januar 27
Möbeltrends 2012
Im Jahr 2012 dominieren bei der Einrichtung individuelle, natürliche und nachhaltige Möbel. Die modernen Bewohner leben per Home-Cocooning ihre facettenreichen Persönlichkeiten aus. Traditionelle Vorgaben werden überwunden, die Innenarchitektur unterstützt das durch offene, multifunktionale Räume. Die Farben gestalten sich thematisch und durchaus bunt, bei den Möbeln wird auch einmal Altes mit Neuem verbunden.
Trend zu Natürlichkeit und Individualität
Unabhängig vom Werkstoff kreieren die Hersteller eine Möbelkultur, die sich in das Wohnambiente natürlich einfügt, das Flair einer bunten Farbwelt von Frühlings- und Sommerfarben wird für die heimischen Wände eingefangen. Sehr hochwertige Möbel für das Wohnzimmer werden ganz aus einheimischen und exotischen Hölzern gefertigt, die etwas preiswerteren Imitationen rücken in Struktur und Färbung noch näher an die originale Vorlage heran. Helle Eichen und ihre Varianten mit ansprechender Maserung wird man im Jahr 2012 öfter in den Wohnstuben antreffen. Bei den Farben ist alles erlaubt, neu dürften Räume ganz in Grün- oder Türkistönen erscheinen, Schwarz-Weiß bleibt als Klassiker erhalten. Hölzer werden mit aussagekräftigen Unis verbunden. Die Individualität drückt sich auch in Einzelstücken aus, das Megasofa im Kolonialstil ist schwer im Kommen. Das 2-Sitzer Sofa ist wegen seiner Vielseitigkeit und Flexibilität auch sehr beliebt. Es kommt dem Trend entgegen, bei den eigenen Bedürfnissen auf keinen Zipfel Komfort zu verzichten. Damit es so individuell wie möglich wird, können Bewohner inzwischen aus einer unglaublichen Palette an Sofas wählen, deren Gestaltungsspektrum nichts zu wünschen übrig lässt. Einheitseinrichtung war gestern, wer Wohnstuben des Jahres 2012 besucht, staunt über noch nie Gesehenes.
Nachhaltigkeit und gerades Design
Die Möbel werden nachhaltig produziert, die Unternehmen lassen sich das verstärkt zertifizieren. Bei der Auswahl der Rohstoffe wird auf den Einklang mit der Natur geachtet, was es auch früher schon gab, aber nun immer stärker kommuniziert wird. Einen Schub erhält der Trend zur Nachhaltigkeit durch recycelte Werkstoffe. Innerhalb des Designs setzt sich vielfach die geradlinige Formensprache fort, die schon in den Jahren 2008/2009 begann. Eher romantische, verschnörkelte Möbel sind nur noch selten zu finden, ausgenommen natürlich der Antikbereich. Auch moderne Megasofas greifen zwar die Ästhetik kolonialer und exotischer Ornamente auf, wirken jedoch vom Grunddesign her überaus klar und geradezu geometrisch. Die dabei entstehende neue Linie wird inszeniert, die Hersteller schärfen damit ihr Markenprofil, was innerhalb der Möbelindustrie ein Novum darstellt. In der Vergangenheit wurde viel öfter auf Mainstream gesetzt, der letztendlich Differenzierungen erschwerte. Wer heute ein modernes Wohnzimmer einrichtet, hat die Wahl zwischen höchst individuellen Stilrichtungen.